Oedheim

„Brunnen in und außerhalb des Ortes gehören zu den Kleindenkmalen“

Zwei bekannte Brunnen in Oedheim sind „Fischfräulein“ und „Kastenbrunnen“. 1995 wurde zum Abschluss der Ortskernsanierung im Rahmen eines Künstlerwettbewerbs der neue Brunnen „Fischfräulein“ auf dem Marktplatz erstellt. Die Künstlerin beschreibt ihre Gedanken über den Brunnen so: „Inspiriert von der fruchtbaren Landschaft und dem reichhaltigen Wasservorkommen von Kocher und Quellen bin ich zu meiner Idee „Fischfräulein“ gekommen“. Einem märchenhaften Mischwesen zwischen Fisch und Frau.

Verbunden mit der Ortsgeschichte und dem Brauchtum ist jedoch der Brunnen beim Rathaus, der „Kastenbrunnen“. Ein jahrhundertealter Brunnen, welcher immer wieder instandgesetzt wurde. Aus dem Gemeinderatsprotokoll vom 8. Juni 1865 ist zu entnehmen „alter Trunkbronnen aus Holz wird durch Sandstein Trog ersetzt“. Der Kastenbrunnen ist im Verhältnis der Oedheimer der sicherlich wichtigste und bekannteste Brunnen, der auch Oedheimer Identität stiftet. Dies kommt auch durch die ortsbekannte Aussage „Wer aus dem Kastenbrunnen trinkt, kommt immer wieder in den Ort zurück“ zum Ausdruck. Der Heimatdichter Fred Herold verfasste das Gedicht „Heimweh nach dem Kaschtebronne“. Jedes Jahr zur Osterzeit wird der Brunnen mit Girlanden und Ostereiern und zur Adventszeit mit einem Adventskranz durch Hobbykünstler geschmückt, während des Sommers zieren ihn Blumen.

In einer Foto-Ausstellung im Rathaus werden die Kleindenkmale Oedheims mit dem Ortsteil Degmarn von Juni bis September 2017 gezeigt